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Hundefutter im Öko-Test: Diese Sorten sind sehr gut

Welches Hundefutter besteht den Öko-Test mit 'sehr gut'? Wir zeigen Testsieger, erklären Nährstoffkriterien und klären, ob Aldi-Futter mithalten kann.

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Ein Samstagvormittag im Supermarkt: Vor dem Futterregal stehst du mit drei Dosen in der Hand und fragst dich, welche davon wirklich gut für deinen Hund ist. Genau hier setzt der Hundefutter öko test sehr gut an — unabhängige Prüforganisationen nehmen Trockenfutter und Nassfutter unter die Lupe, messen Nährstoffgehalte, spüren Schadstoffe auf und bewerten, ob die Angaben auf der Verpackung mit dem übereinstimmen, was tatsächlich im Napf landet. Welche Sorten die Bestnote verdient haben und worauf du beim Kauf achten solltest, erfährst du in diesem Ratgeber.

Hundefutter im Öko-Test: Worauf es bei der Bewertung ankommt

Wer beim Hundefutter öko test eine Bewertung liest, fragt sich zunächst: Nach welchen Kriterien wird überhaupt benotet? Öko-Test und Stiftung Warentest arbeiten mit Laboren zusammen, die Proben blind analysieren — das heißt ohne Kenntnis der Marke. Die Ergebnisse werden anschließend nach einem gewichteten Punktesystem in Noten von „sehr gut" bis „ungenügend" zusammengefasst.

Die wichtigsten Bewertungsdimensionen beim öko test Hundefutter sind:

  • Nährstoffprofil: Enthält das Futter ausreichend Protein, essentielle Aminosäuren, Fettsäuren sowie Vitamine und Mineralien, die dem tatsächlichen Bedarf eines ausgewachsenen Hundes entsprechen?
  • Schadstoffe: Werden Pestizidrückstände, Mykotoxine, Schwermetalle oder überhöhte Gehalte bestimmter Mineralstoffe gefunden?
  • Deklarationsgenauigkeit: Stimmen die Angaben auf dem Etikett — Fleischanteil, Rohprotein, Rohfett, Rohfaser — mit den Labormesswerten überein?
  • Fütterungsempfehlungen: Sind die empfohlenen Tagesmengen realistisch und auf den durchschnittlichen Hund ausgelegt, oder werden sie systematisch zu niedrig angegeben, um den Verbrauch — und damit die Kosten — kleinzurechnen?

Besonders aufschlussreich bei der letzten Untersuchung von Öko-Test war die Kritik an den Fütterungsempfehlungen mehrerer Hersteller. Einige Marken empfahlen Mengen, die selbst für einen 10-Kilogramm-Hund deutlich unter dem energetischen Bedarf lagen. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, hat aber echte Konsequenzen: Ein dauerhaft unterfütterter Hund verliert an Muskulatur, wirkt zwar schlank, leidet aber an einem latenten Nährstoffmangel.

Für eine erste Orientierung zu geprüften Produkten lohnt sich ein Blick auf unsere Übersicht zu Hundefutter im Test.

Die Testsieger: Welche Hundefutter sind „sehr gut"?

Beim Hundefutter test sehr gut hebt sich eine überschaubare Gruppe von Produkten ab. Trockenfutter von Josera und Bosch schnitten in mehreren unabhängigen Tests wiederholt mit Bestnoten ab — beide Hersteller punkten vor allem durch ein ausgewogenes Aminosäurenprofil und klar deklarierte Zutaten.

Konkret bewertet wurden unter anderem:

  • Josera SensiPlus — überzeugte mit einem hohen Fleischanteil (Geflügel und Lachs), einem Rohproteingehalt von rund 28 Prozent und einem Selen-Gehalt, der innerhalb der empfohlenen Obergrenzen lag.
  • Bosch Tiernahrung High Premium Concept — punktete mit lückenloser Deklaration und einem Zinkgehalt, der weder zu hoch noch zu niedrig ausfiel.
  • Platinum Adult Chicken + Potato — in der Warentest-Kategorie für getreidefreie Ernährung ausgezeichnet, mit besonders niedrigem Mykotoxin-Befund.

Auffällig ist, dass das bestes Hundefutter im Testergebnis nicht zwingend das teuerste ist. Josera liegt preislich im mittleren Segment — etwa 3,50 bis 4,50 Euro pro Kilogramm, je nach Händler und Packungsgröße. Das ist kein Discounterpreis, aber weit entfernt von Premiumprodukten, die das Doppelte kosten und in manchen Tests schlechter abschneiden.

Bei einer Untersuchung von Öko-Test wurden über 30 Trockenfuttersorten analysiert. Nur 4 von ihnen erhielten die Note „sehr gut". Rund ein Drittel der Produkte fiel wegen zu hoher Selengehalte oder unzureichender Aminosäurenzusammensetzung durch.

Was gut bewertete Produkte gemeinsam haben: Die erste Zutat in der Deklaration ist tatsächlich Fleisch oder ein spezifisch genanntes Fleischmehl — nicht „tierische Nebenprodukte" als Sammelkategorie. Ein Hersteller, der „Geflügelfleisch" schreibt, legt sich fest. Wer nur „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" angibt, kann die Zusammensetzung chargenweise variieren, ohne das Etikett zu ändern.

Inhaltsstoffe im Fokus: Nährstoffe und Schadstoffe

Dieser Abschnitt ist der Kern jedes seriösen Hundefutter Ratgebers — denn die Note auf dem Titelblatt erklärt nicht, warum ein Produkt gut oder schlecht ist. Die Details stecken in den Labordaten.

Selen: Zu viel ist gefährlicher als zu wenig

Selen ist ein essentielles Spurenelement, das Schilddrüsenfunktion und Immunsystem unterstützt. Der Bedarf eines 15-Kilogramm-Hundes liegt bei etwa 0,11 mg Selen pro Tag. In der letzten Öko-Test-Untersuchung überschritten mehrere Trockenfuttersorten diesen Wert um das Zwei- bis Dreifache. Chronisch erhöhte Selenaufnahme kann zu Haarausfall, Nagelveränderungen und neurologischen Störungen führen — ein Risiko, das viele Hundehalter nicht auf dem Radar haben.

Zink: Grenzwert überschritten

Ähnlich kritisch verhält es sich mit Zink. Zink ist für Haut, Fell und Wundheilung unverzichtbar, doch der gesetzliche Höchstwert in der EU-Heimtiernahrungsverordnung liegt bei 200 mg Zink pro Kilogramm Futtermittel. Einige der getesteten Produkte lagen bei 230 bis 260 mg — und das bei gleichzeitig korrekt ausgewiesenen Rohproteinwerten. Die Hersteller begründen Abweichungen oft mit natürlichen Rohstoffschwankungen, was grundsätzlich zutrifft, aber bei guter Qualitätskontrolle vermeidbar wäre.

Aminosäuren: Das häufig übersehene Problem

Rohprotein ist nicht gleich Protein. Ein Futter kann einen hohen Rohproteingehalt ausweisen und trotzdem mangelhaft sein, wenn die enthaltenen Aminosäuren nicht dem caninen Bedarf entsprechen. Hunde benötigen zehn essentielle Aminosäuren, darunter Taurin, Methionin und Lysin. Günstige Futtersorten verwenden oft Proteinquellen mit ungünstigem Aminosäurenprofil — beispielsweise Maisgluten oder Sojaschrot — um die Rohprotein-Zahlen auf dem Etikett aufzubessern, ohne echten Nährwert zu liefern.

Ein hoher Rohproteingehalt auf dem Etikett sagt wenig, wenn die Proteinquelle kein vollständiges Aminosäurenprofil mitbringt. Entscheidend ist, woher das Protein stammt — nicht nur wie viel davon drin ist.

Gut bewertete Produkte aus dem bio hundefutter öko test sehr gut-Segment lösen dieses Problem durch hochwertige tierische Proteinquellen: ganzes Fleisch, Eier oder Fischmahlzeiten liefern ein vollständigeres Aminosäurenspektrum als pflanzliche Alternativen.

Bio-Hundefutter: Nachhaltigkeit trifft auf Qualität

Der Begriff „Bio" steht beim bio-hundefutter öko-test sehr gut für mehr als nur Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft. Bio-zertifiziertes Hundefutter muss strengere Anforderungen an die Herkunft tierischer und pflanzlicher Bestandteile erfüllen, darf keine synthetischen Konservierungsstoffe wie BHA, BHT oder Ethoxyquin enthalten und wird ohne den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung produziert.

Marken wie Terra Canis oder ANiFiT haben im Bio-Segment wiederholt gut abgeschnitten. Terra Canis Nassfutter erhielt für seine transparente Deklaration und den nachgewiesenen Bio-Anteil (EU-Bio-Siegel, kontrolliert durch Debio oder DE-ÖKO-007) positive Bewertungen. ANiFiT Trockenfutter punktet mit Insektenprotein als einer nachhaltigeren Proteinquelle — ein Ansatz, der gleichzeitig ressourcenschonend ist und für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten interessant sein kann.

Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck. Wer ökologisch produziertes Hundefutter kauft, reduziert indirekt die Antibiotika-Resistenzproblematik in der Nutztierhaltung — ein Aspekt, der für Tierhalter mit umweltbewusstem Lebensstil zunehmend relevant wird. Dass Bio-Futter häufig teurer ist (5,50 bis 8,00 Euro pro Kilogramm Trockenfutter), lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber wer konsequent Wert auf Bio bei eigenem Essen legt, findet in der Kategorie tatsächlich Produkte, die auch im Test bestehen.

Wenn du parallel an deiner Beziehung zu deinem Hund arbeiten möchtest, findest du weiterführende Informationen zum Thema Hunde richtig füttern und trainieren.

Preis-Leistungs-Check: Hundefutter von Aldi und Co.

Hundefutter Aldi polarisiert. Die einen schwören darauf, die anderen sind skeptisch. Was sagen die Tests?

Aldis Eigenmarke „Coshida" (Katzenfutter) und die Hundelinie „Perfecto" wurden in verschiedenen Jahren in unabhängigen Untersuchungen bewertet — mit gemischten Ergebnissen. Das aldi hundefutter ist günstig (rund 1,20 bis 1,80 Euro pro Kilogramm Trockenfutter), was für Halter mehrerer Hunde oder bei knappem Budget ein echter Vorteil ist. In Nährstoff-Analysen zeigten sich jedoch regelmäßig Schwächen beim Aminosäurenprofil und beim Selengehalt.

Wichtig zu verstehen: „Nicht sehr gut" bedeutet nicht automatisch „schlecht" oder „schädlich". Einige Discounterprodukte erreichten die Note „befriedigend" oder „ausreichend" — sie sind fütterungssicher, decken den Grundbedarf, bieten aber weniger Puffer bei individuell erhöhtem Bedarf, zum Beispiel bei Junghunden, trächtigen Hündinnen oder Hunden in intensivem Training.

Wer die Kosten im Blick behalten möchte, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen, findet eine gute Mitte in Marken wie Josera oder Bewital Petfood — beide im mittleren Preissegment, beide in Tests mit guten bis sehr guten Bewertungen vertreten.

PreissegmentBeispielmarkenTestergebnis (Tendenz)Preis/kg
GünstigAldi Perfecto, Lidl Coshidabefriedigend–ausreichend1,20–1,80 €
MittelJosera, Bosch, Bewitalgut–sehr gut3,00–4,50 €
PremiumTerra Canis, ANiFiT Biosehr gut (Bio-Segment)5,50–8,00 €
Sehr teuereinzelne Luxusmarkenvariiert, teils schlechter als Mittelklasse9,00+ €

Die Tabelle macht deutlich: Preis und Qualität korrelieren bis zur mittleren Klasse — danach nicht mehr zwangsläufig. Ein 12-Euro-Futter muss kein besseres Aminosäurenprofil haben als ein 4-Euro-Futter. Der Testerfolg hängt mehr von der Rezeptur und Qualitätskontrolle ab als vom Verkaufspreis.

Häufige Fragen (FAQ)

Welches Hundefutter hat bei Öko-Test mit 'sehr gut' abgeschnitten?
In verschiedenen Öko-Test-Untersuchungen schnitten vor allem Josera SensiPlus, Bosch High Premium Concept und Platinum Adult Chicken + Potato mit der Note ‘sehr gut’ ab. Entscheidend waren ein vollständiges Aminosäurenprofil, regelkonforme Selengehalte und eine lückenlose Deklaration.
Ist teures Hundefutter automatisch besser als günstiges vom Discounter?
Nein. Bis zum mittleren Preissegment (3–5 Euro pro Kilogramm) gibt es eine grobe Korrelation zwischen Preis und Testergebnis. Sehr teure Produkte über 9 Euro pro Kilogramm schneiden in Tests jedoch nicht zwingend besser ab als gut bewertete Mittelklasseprodukte von Josera oder Bosch.
Was sind die wichtigsten Kriterien für gesundes Hundefutter?
Zentral sind: ein vollständiges Aminosäurenprofil aus hochwertigen tierischen Quellen, regelkonforme Selen- und Zinkgehalte, keine synthetischen Konservierungsstoffe sowie realistische Fütterungsempfehlungen. Außerdem sollte die erste Zutat ein spezifisch genanntes Fleisch oder Fleischmehl sein, keine Sammelkategorie wie ’tierische Nebenerzeugnisse'.
Wie oft werden Hundefutter-Tests bei Öko-Test aktualisiert?
Öko-Test veröffentlicht Hundefutter-Tests in unregelmäßigen Abständen, in der Regel alle zwei bis drei Jahre. Da Rezepturen sich ändern können, lohnt es sich, aktuelle Ergebnisse auf oekotest.de zu prüfen, bevor man einen größeren Vorrat kauft.
Gibt es Bio-Hundefutter, das im Test überzeugt hat?
Ja. Marken wie Terra Canis und ANiFiT haben im Bio-Segment gut abgeschnitten. Terra Canis punktet mit EU-Bio-Siegel und transparenter Deklaration, ANiFiT mit nachhaltigem Insektenprotein. Bio-Hundefutter ist teurer (5,50–8,00 Euro/kg), bietet aber nachweisbare Qualitätsvorteile durch den Verzicht auf synthetische Konservierungsstoffe.
Worauf sollte man bei den Inhaltsstoffen von Trockenfutter besonders achten?
Besonders wichtig sind Selengehalt (nicht mehr als das Doppelte des Tagesbedarfs), Zinkgehalt (EU-Limit: 200 mg/kg), das Aminosäurenprofil der Proteinquellen sowie die Deklarationsgenauigkeit. Rohprotein allein sagt wenig — entscheidend ist, aus welcher Quelle das Protein stammt.